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Zwinger vom Kirschental

"Schäferhunde" original!

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Falco vom Kirschental Tinkie vom Kirschental4.7.04 faskus

Geschichte Karl Füller

Der Zwinger "vom Kirschental" wurde am 12.9.1951 unter der Nr. 70655 in das Zuchtbuch des Vereins für deutsche Schäferhunde eingetragen. Wir haben es gar nicht gemerkt, aber wir hatten im September 2011, 60jähriges Zwingerjubiläum! 

Zwingerausweis vom Kirschental

Der Zwingername hat seinen Ursprung in der ortsüblichen Bezeichnung für diese Gegend. Stettbach liegt in einem kleinen Tal und es wachsen dort besonders viele Kirschenbäume. Der Sportverein unseres Dorfes trägt auch den Namen "Kirschentaler Sportsfreunde", und die Hauptstrasse heißt "Kirschental". Mitglied im Verein für Deutsche Schäferhunde bin ich seit dem 1.4.1951. 

1948 kaufte ich meinen 1. deutschen Schäferhund mit Ahnentafel, den Rüden "Arko vom Haus Petzenstein". Mit diesem Hund nahm ich bereits 1950 an verschiedenen Leistungshüten teil, u.a. in Schweinheim und in Dinkelsbühl. 

Meinen 1.Wurf züchtete ich 1955, und zwar aus der Zuchtsäule meiner Zucht "Dori aus der Wanderschäferei", nach dem Rüden "Zambo Schäferblut".  Anbei ein Foto von der Hündin beim Schafehüten:  

Dori aus der Wanderschäferei 

Aus diesem Wurf behielt ich die Hündin "Alma vom Kirschental", eine hervorragende Arbeitshündin bei den Schafen. Mit ihr nahm ich auch an mehreren Leistungshüten erfolgreich teil. Diese Hündin verkaufte ich später an Charles Kaman, in Connecticut, USA als Stammhündin seiner Blindenhundezucht der heute weltweit bekannten Blindenhundeschule Fidelco. 

Charles und Roberta Kaman

(Mit freundlicher Unterstützung von Roswitha Buck)

Aus dem C-Wurf schenkte ich meinem Freund Siegfried Jäger die Hündin "Centi vom Kirschental". Aus dieser Hündin holte ich mir später die Tochter "Bora Altenbachtal", eine Valet Busecker Schloß Tochter, zurück. Aus "Bora vom Altenbachtal" züchtete ich meine ersten beiden Auslesehunde: "Senta vom Kirschental" (VA 2 1967) nach "Barry Riedgold"   

Senta vom Kirschental

und "Perle vom Kirschental" (VA3 im gleichen Jahr). Der Bruder "Pirol" machte V1 auf der HZS. 

 Pirol vom Kirschental

Ich habe "Bora" dann verkauft an Josef Roth, Nüdlingen, bei dem  dann ihre Tochter "Poldi Eiringsburg" noch einen VA Hund brachte, und zwar den "Wacker Eiringsburg" (VA 1973+75) 

Wacker Eiringsburg

Außerdem kaufte ich aus der "Centi vom Kirschental" die Hündin "Ilse Altenbachtal" zurück, eine Mutz Pelztierfarmtochter. 

Aus "Ilse Altenbachtal" züchtete ich später die VA Hündin: "Xanta vom Kirschental" ( VA5 1974) nach Hero vom Lauerhof. 

Xanta vom Kirschental

Eine weitere Zuchtsäule meiner Zucht war die Hündin "Blanka Mummelsee", die ich aus der Zucht meines Schäferkollegen Alfons Spitzmüller kaufte.  


(Mit freundlicher Unterstützung von Roswitha Buck)


(Mit freundlicher Unterstützung von Roswitha Buck)

Blanka stammte aus einer reinen HGH Linie. Über ihre Tochter "Vefa v.Kirschental" (Bernd v.Lierberg) und deren Tochter "Fenga v.Kirschental" (Racker v.Itztal) kamen eine ganze Reihe hervorragender Leistungshunde. Der bekannsteste war wohl "Uwe vom Kirschental".

Aus der Paarung von "Blanka" mit meinem Rüden "Dolf vom Altenbachtal" erhielt ich "Zita vom Kirschental".

"Zita" ließ ich belegen nach "Eros vom Busecker Schloss". Aus dieser Verbindung stammt "Isa vom Kirschental" . "Isa" und "Asslan vom Klämmle" waren dann die Eltern von dem hervorragenden N-Wurf vom Kirschental: Nanni (VA 1976+77), Negus, Narro, Natze und Nimi. "Nimi" war dann wieder die Mutter von der VA Hündin "Xitta vom Kirschental" (VA3 1981), deren Vater war Lasso di Val Sole.

Xitta vom Kirschental 

Uwe vom Kirschental
Zita vom Kirschental

"Xitta" war eine reine Arbeitshündin bei den Schafen, als ich sie das 1.Mal auf der HZS ausstellte. Sie machte da V4 in der GHKL. Bei der Besprechung sagte dann der derzeitige Bundeszuchtwart Hermann Martin: Diese Hündin hätte ich mit in die Auslese Klasse genommen, wenn sie nicht nur die HGH Prüfung sondern auch die SchH-Prüfung hätte. Darauf hin ließ ich "Xitta" beim Edzard Müller in Moormerland bis zur SchH3, IPO3 und FH ausbilden. Im Jahr darauf machte die Hündin dann Auslese 3.

Mit "Xitta" konnte ich durch ihre Ausstellungskarriere leider nicht viele Würfe machen. Sie hat allerdings in jedem der Würfe hervorragende Nachzucht gebracht. Ihr 1. Wurf war nach dem Rüden "Argus von Aducht". Aus diesem Wurf stammte der HGH Sieger "Ux vom Kirschental". 

 Ux vom Kirschental

Am erfolgreichsten war die Verbindung mit dem Rüden "Uran vom Wildsteiger Land". Wir wiederholten sie noch 2 mal. Aus dem 1. Wurf stammte der Weltsieger "Eiko vom Kirschental" (VA 1986-89).

Eiko vom Kirschental

Die 2. Verbindung brachte auch einen sehr erfolgreichen Wurf mit 5 Rüden (Vagus, Valand, Vasall, Vido und Vopo) und 3 Hündinnen (Valli, Vilma und Viva). Diese Hunde sind alle, zum Teil auch im Ausland,  (USA, Schweden, Australien) sehr erfolgreich in der Zucht eingesetzt worden.

Aus der 3.Verbindung stammen nur 3 Hündinnen, von denen die "Killa vom Kirschental" noch die Mutter von einer unserer jetzigen Zuchthündinnen "Suse vom Kirschental" ist.

Xitta brachte aus einer Paarung mit dem Rüden "Quai von der Boxhochburg" die Hündin "Ziewa vom Kirschental". Ziewa wurde von "Uran vom Wildsteiger Land" gedeckt, daraus behielten wir "Urle vom Kirschental". Aus einer Paarung von "Urle" mit "Fedor von Arminius" stammt "Ansa vom Kirschental". Ansa war wiederum eine sehr gute Vererberin. Nach dem Rüden "Ziggo von der Wienerau" brachte sie "Wachtel vom Kirschental",  Wachtel wiederum ist die Mutter von dem sehr schönen Rüden "Zilko vom Kirschental", der mit V 83 auf der HZS 1999 bewertet wurde.

Zilko vom Kirschental

Insgesamt habe ich bisher 6 V Auslese Hunde und 1 Jugendsieger gezüchtet:

  • 1967 gleich 2 Hündinnen: Senta und Perle vom Kirschental
  • 1975 Xanta vom Kirschental
  • 1976 Nanni vom Kirschental
  • 1981 Xitta vom Kirschental
  • 1986-89 Eiko vom Kirschental, 1988 war er Sieger!
  • 2007 Panjo vom Kirschental SG 1 in der JKL-HZS

 

Während all der Jahre meiner Zucht habe ich meinen Grundsatz nie vergessen: „Vorwärts in der Leistung, denn sie dient der Zucht!“ Man kann den Satz auch umdrehen: „Vorwärts in der Zucht, denn sie soll der Leistung dienen!“ Ein wichtiges Kriterium in meiner Zucht ist die Gebrauchstüchtigkeit. All meine Hunde bis auf wenige Ausnahmen sind an der Herde ausgebildet und haben das Ausbildungskennzeichen HGH. Als Berufsschäfer habe ich nicht viel Zeit, mit meinen Hunden spazieren zu gehen. Ihren täglichen Auslauf erhalten sie bei der Arbeit an den Schafen. Ein Hund, der anatomische Mängel aufweist, der überwinkelt ist, der kein korrektes Gangwerk hat oder lange schmale Pfoten, ist nicht in der Lage, den ganzen Tag ausdauernd draußen im Feld zu arbeiten. Auch müssen die Herdengebrauchshunde eine robuste Gesundheit haben. Wenn sie jeden Tag, von früh bis spät, ob Sommer oder Winter, draußen arbeiten, dürfen sie nicht empfindlich sein. Gesunde Gelenke (Hüfte und Ellbogen) sind auch selbstverständlich.

Karl mit Farus und Nufor

Foto Karl mit Jordan v.Kirschental an der Herde 

Der Verein für Deutsche Schäferhunde und der Schafzuchtverband (jetzt VDL) führen jedes Jahr parallel zu der Bundessiegerprüfung für Schutzhunde einen Berufswettkampf für Schäfer durch: das "Bundesleistungshüten". Hier wird die gezeigte Arbeit des Hütehundes an der Schafherde beurteilt. Der Gewinner erhält die "Goldene Schippe". Diesen Wettkampf habe ich bisher 10 x gewonnen, und zwar mit 9 verschiedenen Hunden, 8 x beim SV und 2 x beim Schafzuchtverband:

1. 1956 Dori aus der Wanderschäferei (Greif Sieghaus - Gustel aus der Wanderschäferei) SV
2. 1962 Gero vom Kirschental (Cäsar Malmannsheide - Dori aus der Wanderschäferei) SV
3. 1968 Cita vom Kirschental ( Dolf Altenbachtal - Blanka Mummelsee) SV
4. 1975 Fenga vom Kirschental (Racker Itztal - Vefa v. Kirschental) Süddeutsches Hauptleistungshüten vom Schafzuchtverband
5. 1977 Ursa vom Kirschental (Ex Paarquelle - Zita v. Kirschental) Süddeutsches Hauptleistungshüten vom Schafzuchtverband
6. 1978 Ursa vom Kirschental (Ex Paarquelle - Zita v. Kirschental) SV
7. 1983 Hanny vom Kirschental ( Argus Aducht - Fenga v. Kirschental) SV
8. 1986 Winnie vom Kirschental ( Vasko v. Kirschental - Fenga v. Kirschental) SV
9. 1990 Amie vom Kirschental (Eiko v. Kirschental - Winnie v. Kirschental) SV
10. 1994 Xiewa vom Kirschental (Nilo Adeloga - Amie v. Kirschental) SV

 

SiegerehrungSiegerehrung
SiegerehrungSiegerehrung

Mit all diesen Hunden habe ich gezüchtet. Meine Arbeitshunde an der Schafherde sind auch meine Zuchthunde. So habe ich immer versucht, Schönheit und Leistung zusammen zu bringen. Das war mein Leben lang mein Zuchtziel. 

Karl mit Unnie und Pokal Karl mit Pokal

Nachwort von Marion Füller

Mein Mann verstarb am 22.09.2012 nach längerer schwerer Krankheit. Bis zum Schluss galt seine Sorge seinen Hunden. Vom Krankenbett aus dirigierte er die Zucht und ließ sich sogar Welpen zur Beurteilung ins Krankenhaus schmuggeln. Sein großer Wunsch war, dass seine HGH-Blutlinien nach seinem Tod weiter geführt werden.